30.05.2008

Das schöne Händchen - Beobachtungen beim Friedensgruß

Um Missverständnissen gleich vorzubeugen: Ja, ich finde es gut, sich in der Heiligen Messe gegenseitig ein „Zeichen des Friedens“ zu geben, wenn der Priester nach dem Vaterunser dazu ermuntert. Ob gerade diese Stelle im Ablauf der Hl. Messe die geeignete ist, darüber wird von Liturgie-Experten nachgedacht. Schließlich gehören Hochgebet und Kommunion zusammen; die Überlegungen gehen dahin, Vaterunser und Friedensgruß ans Ende des Wortgottesdienstes zu setzen, also nach den Fürbitten. Vermutlich ist der Friedensgruß im Mittelalter an die heutige Stelle gerückt, weil viele, die die Kommunion nicht empfangen wollten, bereits nach dem Vaterunser das Gotteshaus verließen. So gab es hier diesen Friedensgruß als Segen zur Entlassung für diese Gottesdienst-
besucher.

Dies nur als Vorbemerkung. Anlass zu meinem Kommentar ist die konkrete Praxis des Friedensgrußes, wie man sie vielerorts erleben muss. Doch zuerst einmal: In der Instruktion „Redemptionis sacra-
mentum“ „über einige Dinge bezüglich der heiligsten Eucharistie, die einzuhalten und zu vermeiden sind“ , ist die liturgische Rechtslage klar umrissen: 72. Es ist angebracht, «daß jeder in schlichter Weise nur seinen Nachbarn den Friedensgruß gibt». «Der Priester kann den Friedensgruß den Dienern geben, bleibt aber immer innerhalb des Presbyteriums, um die Feier nicht zu stören. Dies soll er auch beachten, wenn er aus einem gerechten Grund einigen wenigen Gläubigen den Friedensgruß entbieten will».

Und in den pastoralen Einführungen in die liturgischen Bücher heißt es: „112. Der Priester spricht vernehmlich:
"Der Herr hat zu seinen Aposteln gesagt." Zum Friedensgruß: "Der Friede des Herrn sei allezeit mit euch" breitet er die Hände aus und faltet sie wieder. Die Gemeinde antwortet: "Und mit deinem Geiste." Der Priester kann dann zum Friedensgruß auffordern, worauf alle entsprechend den örtlichen Gewohnheiten in einem Zeichen einander Frieden und Bruderliebe bezeugen. Der Priester kann den Altardienern den Friedensgruß geben.“

Einen Interpretationsspielraum kann ich hier nicht erkennen.
Klar ist: Der Priester verlässt den Altarraum nicht beim Friedensgruß. Da jeder Priester des Lesens mächtig ist, könnte mein Kommentar theoretisch überflüssig sein.

Aber heutzutage wird ja gerne gestaltet. Man ändert und man lässt weg. Zugegeben und klar gesagt: Die große Mehrheit der Priester verhält sich vorbildlich. Hier geht es um die zunehmende Gruppe derjenigen, die Papier Papier sein lassen und machen, was sie so gerade für richtig halten. Dass sie damit auch Ärgernis erregen, spielt offenbar keine Rolle. Dass sie damit ein schlechtes Vorbild für die Gläubigen sind, wohl auch nicht. Man zwingt den Gottesdienstbesuchern seinen persönlichen Geschmack auf, und fertig! Was als liturgische Freiheit daher kommt, die man sich einfach nimmt, ist in Wirklichkeit die Unterdrückung der anderen und der korrekten Form.

Freundlich lächelnd verlassen diese Priester den Altarraum zum Friedensgruß, nicken links und rechts und ziehen wenn möglich mindestens bis zur Mitte des Kirchenschiffes, wo sie ohne erkennbaren Grund plötzlich kehrt machen und die Hinterbänkler völlig ungegrüßt lassen. Bei ihrer Friedensinitiative winken sie ab und zu jovial wie die Queen dem Kirchenvolk zu und nicken bisweilen wohlwollend. Dabei werden Einzelne herausgepickt und der besonderen Gunst des Zelebranten teilhaftig, denn ihnen wird die Hand geschüttelt, dem Nachbarn oder dem Mitchristen in der nächsten Reihe nicht. Was die davon halten und wie die sich dabei fühlen, spielt keine Rolle. Sie haben es hinzunehmen. Das ist eben so, es gibt immer einige, die gleicher sind als andere. Warum sollte das in der Kirche anders sein?

Das Ganze zieht sich mitunter beachtlich in die Länge, je nach Grußbereitschaft des Priesters und Gläubigenzahl. Auch ein nettes Wort zwischendrin muss ja mal sein. Und eine pädagogische Ermahnung zuweilen auch: So durfte ich erleben, wie ein Priester bei einem kleinen Kind eine Belehrungspause einlegte: „Nein, das schöne Händchen…!“

25.05.2008

9.Sonntag im Jahreskr. A (01.Juni 2008)

Dtn 11,18.26-28.32
Röm 3,21-25a.28

Predigt zum Evangelium
Mt 7,21-27

Evangelium: Mt 7,21-27

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten, und haben wir nicht mit deinem Namen Dämonen ausgetrieben und mit deinem Namen viele Wunder vollbracht? Dann werde ich ihnen antworten: Ich kenne euch nicht. Weg von mir, ihr Übertreter des Gesetzes!

Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut. Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.


MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT:

Sturmwarnung

Immer wieder erschüttern uns schreckliche Bilder, wenn das Meer oder ein Fluss mit der zerstörerischen Naturgewalt der Wasser-
massen von
einem Tag zum anderen ganze Landstriche zerstören und tausendfach Leid und Tod bringen. Auch ein Orkan, der über uns hinwegfegt wie Kyrill, Emma, Kirsten und wie sie alle heißen, hinter-
lässt eine Schneise der Verwüstung mit Millionenschäden. Wenn jedoch ein Haus nicht solide gebaut ist, wenn am Bau gepfuscht wurde, dann ist die persönliche Katastrophe eigentlich schon vorprogrammiert.

Erleben wir Jesus also heute als Ratgeber für Häusle-Bauer?
Er ist ja vom Fach, denn er hat schließlich Zimmermann gelernt und diesen Beruf viele Jahre lang ausgeübt. Da kennt man sich aus mit Baumaterialien, mit Statik und mit stabilem Untergrund. Das ist heute so und war schon zur Zeit Jesu so: Es gibt immer ein paar Ober-
schlaue, die sich möglichst wenig Arbeit machen wollen. Es war mühsam und teurer, nicht in der Nähe eines Flusses zu bauen. Die Bearbeitung des Felsbodens war schweißtreibend und zeitraubend. Außerdem hatte man einen weiteren Weg zum Fluss, wenn man Wasser brauchte.

Die Zuhörer Jesu kannten die Gefahr: ein ruhiger Fluss konnte nach heftigen Regen-
fällen und Stürmen innerhalb von Stunden zum Ungeheuer werden, das alles in Ufernähe mitreißt, weil es im sandigen Boden keinen Halt hat. Wir kennen das auch von den Sandburgen, die manche mit Begeisterung am Meeresstrand bauen: eine einzige große Welle, und die ganze Pracht ist mit einem Schlag dahin…

Um die heutige Botschaft Jesu besser verstehen zu können, betrachten wir zuerst die erste Aussage des zweiteiligen Evangeliums: Jesus erklärt seinen Jüngern, dass es viele geben wird, die ausdrücklich in seinem Namen auftreten werden und dabei sogar Wundertaten vollbringen. Wenn sie dann aber eines Tages vor Jesus stehen und ins Himmelreich wollen, wird er zu ihrem Schrecken antworten: „Ich kenne euch nicht. Weg von mir, ihr Übertreter des Gesetzes!“

Zuerst einmal sind wir irritiert: Da setzen sich Menschen tatkräftig für Jesu Botschaft ein, haben damit offensichtlich auch Erfolg, und dann reagiert Jesus mit heftiger Kritik. Wer kann das verstehen?
Freut Jesus sich denn gar nicht über diese engagierten Leute?
Sie sprechen ihn doch auch ausdrücklich mit „Herr, Herr“ an und bestätigen damit seine Autorität als Gottes Sohn. Kann man denn noch mehr verlangen als solch einen Einsatz für das Reich Gottes, dazu noch ausdrücklich im Namen Jesu?

Wir kommen der Zurechtweisung durch Jesus auf die Spur, wenn wir genauer hinhören: Jesus nennt sie „Übertreter des Gesetzes“. Das Gesetz, das diese Erfolgschristen, Erfolgsprediger und Wundertäter übertreten, ist also der Angelpunkt, an dem alles hängt. Es geht nicht um ein menschliches Gesetz, um irgendwelche Paragraphen und Verordnungen, die sie vielleicht übersehen hätten. Nein, Jesus sagt ihnen auf den Kopf zu, dass sie das Gesetz Gottes übertreten haben. Dieses Gesetz besteht darin, alles aus Liebe zu Gott und alles nach seinem Willen zu tun. Das beten wir ja auch im Vaterunser: „Dein Wille geschehe…“

Man könnte den Vorwurf Jesu also so übersetzen: Ja, ihr wart wirklich toll! Super habt ihr das gemacht, spitzenmäßige Predigt, Leute geheilt und Wunder gewirkt. Die Bewunderung und der Beifall aller Mitchristen sind euch sicher!
Aber seid doch mal ehrlich: Um was ging es euch dabei wirklich? War da nicht auch eine große Portion eigene Eitelkeit dabei? Wart ihr nicht auch stolz darauf, besser dazustehen als euer Amtskollege, euer Mitchrist?
Schön, dass jede Woche was in der Zeitung stand über euch und eure Pfarrei! Aktionen hier und Aktionen da, hier ein Konzert, da ein Spektakel…

Jesus kann ganz schön brutal offen sein. Er ist nicht gegen Erfolg, aber der darf nie zum Maßstab werden. Seine Belehrung ist eindeutig: es gibt nur einen einzigen Maßstab für Christen, und der heißt: den Willen Gottes tun. Es reicht eben nicht, möglichst laut „Herr, Herr“ zu rufen und toll zu sein. Der Vater im Himmel will nicht unsere Großtaten, sondern unser Herz und die Erwiderung seiner barmherzigen Liebe.

Jesus ist gegen Falschspieler und gegen Fälscher. Wir kennen das auch aus dem Alltag: da wird Markenware imitiert und billig auf den Markt geschleust. Äußerlich sieht das vielleicht super aus, aber oft genug stimmt die Qualität nicht, und die Sicherheit kann in Gefahr sein, zum Beispiel bei nachgemachten Auto-Ersatzteilen. Was da alles passieren kann…!

Falschspieler haben bei Jesus keine Chance. Da regt er sich richtig auf. Wo Jesus draufsteht, muss auch Jesus drin sein! Du kannst alle Wunder dieser Erde tun und das Weihwasser literweise trinken – es wird dir nichts helfen, wenn du dich nur des Namens Jesus bedienst. Du betreibst dann doch nur Etikettenschwindel!

Frage also immer danach, was Gottes Wille ist, und nicht dein eigener Wille.
Da kann es dir allerdings oft genug passieren, dass dies nicht das Gleiche ist.
Es kann sogar richtig unangenehm werden und weh tun: Vielleicht ist Gott dein Riesenerfolg nicht wirklich sooo wichtig…Vielleicht hat er etwas ganz anderes mit dir vor? Aber hast du ihn überhaupt danach gefragt?

Damit sind wir wieder bei der Sturmwarnung Jesu angelangt, beim zweiten Teil des heutigen Evangeliums. „Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute“, erklärt Jesus.
Jesus ist also unser Ratgeber. Er kennt unsere Versuchung, auf Sand zu bauen. Es ist ja auch verlockend und bequemer. Und äußerlich sieht dieses Haus auch genauso schön und stabil aus wie eines, das auf Felsen gebaut wurde. Doch die ganze Herrlichkeit kann mit einem Schlag zerstört werden.

Jesus möchte nicht, dass uns das passiert. Er kritisiert nicht, um zu verletzen oder um zu kränken, sondern er kritisiert, um zu helfen, um zu retten. Klar, im ersten Moment muss man schon schlucken, wenn man einen Tadel bekommt. Angenehm ist das nicht. Und modern auch nicht. Heute soll man ja eigentlich nur loben und motivieren. Damit hält Jesus sich aber nicht auf.
Es geht ihm nicht darum, sich bei uns mit netten Sprüchen beliebt zu machen. Ach, wie nett Jesus das wieder mal gesagt hat…!

Jesus weiß, dass die Stürme im Leben kommen werden. Manche Stürme und Fluten sind so mächtig, dass wir sie kaum ertragen können. Der Bau-Experte Jesus drängt uns darum mit aller Eindringlichkeit: Baut nicht auf Sand, setzt euer Leben nicht in den Sand! Lasst euch nicht blenden vom schönen Schein und oberflächlichen Maßstäben wie z.B. Erfolg! Baut euer Lebenshaus so, wie ich es euch sage: Baut auf ganz festen Untergrund. Folgt dem Plan Gottes, darauf könnt ihr felsenfest bauen. Der Sturm wird kommen, die Bewährung wird kommen – plötzlich und unerwartet, so wie auch eure leibhaftige Begegnung mit dem lebendigen Gott.
Plötzlich unerwartet – so heißt es oft in den Todesanzeigen. Vielleicht hören wir da Jesus fragen: Wieso denn das? Wieso denn plötzlich und unerwartet? Ich habe es euch doch gesagt! Ihr seid doch nicht unerwartet, im Gegenteil: ihr werdet erwartet, und wie…!



http://www.domradio.de/aktuell/artikel_40688.html
Fairer Handel/Transfair im Aufwind

http://www.radiogloria.ch/
Neue kath. Radiostation im Internet: Radio Gloria

http://de.gloria.tv/
Gloria.tv - das katholische Videoportal (nicht zu verwechseln mit Radio Gloria)

http://www.horeb.org/
Radio Horeb im Internet

http://www.tv-kirche.de/
Katholische Fernseharbeit – Programmtipps

http://www.feiertage-newsletter.de/deutschland/
Feiertage in Deutschland, „Brückentage“, Ferientermine…

http://www.der-durchblick.de/frameset.html
Embryonenoffensive von „DER DURCHBLICK“

http://www.kath.net/detail.php?id=19931
Weihbischof Laun: Skandalöser Katholikentag
(siehe auch weiter unten: Mein Senf dazu – mein Kommentar!)


Ein Sportler springt mit seinem Fallschirm ab. Er zieht hinten an der Leine, der Fallschirm oeffnet sich nicht. Er zieht vorne an der Reserveleine, der Reserveschirm geht auch nicht auf. Er fällt weiter frei nach unten, da sieht er einen Mann von unten entgegenrasen. Diesem ruft er zu: "Heeee, haben Sie Ahnung von Fallschirmen?"
"Neeeiiin, ich repariere Gasleitungen…!"

Ein Vater meldet seinen Neugeborenen beim Standesamt an.
"Wie soll denn ihr Sohn heißen?" - "Tulpenheini!"
"Tut mir leid, den Namen gibst es nicht!"
"Komisch", sagt der Vater, "meine Tochter heißt doch auch Rosemarie!"


Wegen der steigenden Benzinpreise soll etwas für den guten Ruf und die „Imagepflege“ der Tankwarte getan werden.
Der Vorstand des Tankstellen-
verbandes tritt zusammen. Man beschließt, die Männer an den Zapfsäulen künftig "Essoisten", "Shellisten" und "Aralisten" zu nennen. Gegen diesen Vorschlag stimmt nur die BP.

„Glauben Sie an Wiederauferstehung nach dem Tod?" fragt der Chef seinen neuen Angestellten.
"Nein, wieso?" antwortet dieser. "Weil Ihr Großvater, wegen dessen Beerdigung Sie gestern freibekommen haben, Sie am Telefon verlangt."

Stimmt: Das ist abstoßend !

Der Katholikentag 2008 in Osnabrück liegt hinter uns. Ein Fest des Glaubens sollte er sein, und sicher war die Großveranstaltung für viele Teilnehmer ein Erlebnis, das ihren Glauben stärkte.
Allerdings durfte man nicht zu genau hinschauen. Die mittlerweile schon üblichen großen Zelte für Lesben und Schwule, für Priester und ihre Frauen und ähnliche Organisationen sowie deren Stellungnahmen auf der offiziellen Internetseite des Katholikentages sind ein sichtbares Zeichen für den Zustand des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Diesbezüglich hält sich meine Überraschung allerdings in Grenzen.

Was oder wer jedoch in die Leitung des Katholikentages gefahren ist, als man die Verteilung von Embryonen-Modellen aus Plastik am Stand von ALfA (Aktion Lebensrecht für alle) verbot, wird vermutlich ein ungelöstes Rätsel bleiben, denn eine vernünftige Begründung dafür lieferte Geschäftsführer Martin Stauch nicht.
Er hatte ALfA gegenüber erklärt, es habe einige Beschwerden gegeben, auf die man reagiere. Man stufe diese Modelle als „abstoßendes Material“ ein, dessen Verteilung man nicht länger dulden werde.
ALfA wurde vor die Alternative gestellt, die Verteilung einzustellen oder aber des Platzes verwiesen zu werden... Die katholische Kirche in Brasilien verteilt diese Modelle übrigens offiziell in ihrem Kampf gegen die Abtreibung…!

Pikante Details: Man hatte den Stand von AlfA natürlich ohnehin an den Rand des Geländes gesetzt, wo er schwer zu finden war.
Nur der Salzburger Weihbischof Dr.Andreas Laun (siehe obigen LINKTIPP) hat in einer Podiumsdiskussion auf dem Katholikentag massive Kritik an der Leitung des Katholikentages geübt: „Von einem Katholikentag erwarte ich mir ein großes Zelt für den Lebensschutz.“

Es ist schon bemerkenswert, was die Leitung des Katholikentages als abstoßend empfindet und was nicht – und das ist wirklich abstoßend!
Aber immerhin: Man gibt vor, auf Beschwerden reagiert zu haben. Ob Prof. Dr. Hans Joachim Meyer da Chancen hat, am nächsten Katholikentag teilnehmen zu dürfen…?


Heute mit allerlei Informationen über meine Internetprojekte

http://predigtgarten.blogspot.com/
Warum diese doch etwas lange Internet-Adresse (statt z.B. predigtgarten.de) ? Die Erklärung ist einfach: Ich spare mir die Nerven und die Kosten für eine eigene Homepage. Stattdessen erscheint „MEIN PREDIGTGARTEN“ innerhalb der Gemeinschaft von „blogspot.com“, einem Ableger von „google“ . Vorteil für mich: alles kostenlos, fertige Software für Veröffentlichungen. - Nachteil: relativ begrenzte Gestaltungsmöglichkeiten, kaum Service, kann theoretisch von heute auf morgen vom Anbieter beendet werden.
Für diesen (in der Praxis relativ unwahrscheinlichen) Notfall habe ich ja auch bereits einen Ausweich-Predigtgarten: http://predigtgarten.twoday.net/


Natürlich gibt es auch einen Besucherzähler. Der meldet mir: im Durchschnitt hat der PREDIGTGARTEN täglich (!) 100 Besucher, an den Spitzentagen Donnerstag und Freitag sind es derzeit bis zu 219 Leser pro Tag. Insgesamt haben seit dem Start am 21.Oktober 2007 – also in nur 8 Monaten - ca. 27.000 Besucher zu diesem kostenlosen Angebot gefunden, worüber ich mich natürlich freue.







Im Vergleich dazu dümpelt mein zweites Blog „CHRIST-AWARD“ http://www.c-award.blogspot.com/
etwas vor sich hin, mit knapp 2.600 Besuchern in den 5 Monaten seit 1.1.2008, also etwa 17 Besuchern pro Tag. Da der Recherche-
Aufwand für solch ein Blog relativ hoch ist und es immer wieder böse Überraschungen gab mit zurückgezogenen Einverständnis-
Erklärungen und sogar finanziellen Forderungen, will ich den CHRIST-AWARD nun gesund schrumpfen lassen.

Dies bedeutet: aus zwei mach eins!
CHRIST-AWARD wird nicht mehr separat erscheinen, sondern wird Bestandteil von MEIN PREDIGTGARTEN. Dies bedeutet für meine Leser: Es wird weiter Infos und Linktipps über vorbildliche Initiativen und Webseiten wie bei CHRIST-AWARD geben, aber zukünftig im Umfang und Aufwand etwas „abgespeckt“ im Rahmen von
MEIN PREDIGTGARTEN. Dort werden sicher auch mehr Leser auf die Tipps aufmerksam.


„Sehr geehrte Damen und Herren“ – so schreiben mir
manche Leser (siehe Kontakt /Kostenloses Abo), wenn sie
eine Frage haben oder ein E-Mail-Abo wollen. Die Damen und Herren des Predigtgartens sind allerdings ein Ein-Mann-Betrieb,
und das auch nur als Hobby des Predigtgärtners…


Auf meiner Seite mit Besprechungen von Kinderbüchern geht's aktuell um ein Gebetbuch für Kinder:

http://kinderlesen.blogspot.com/2008/05/juni-buchtipp-1-danke-fr-die.html


So, nun sind Sie „erschöpfend“ informiert, und ich gönne mir eine kleine Pause:






18.05.2008

8.Sonntag im Jahreskr. A (25.Mai 2008)

Jes 49, 14-15
1 Kor 4, 1-5

Predigt zum Evangelium:
Mt 6, 24-34




Evangelium Mt 6, 24-34

Sorgt euch nicht um morgen

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.
Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, dass ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, dass ihr etwas anzuziehen habt. Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung? Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?

Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern? Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen:
Sie arbeiten nicht und spinnen nicht.
Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen. Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen ins Feuer geworfen wird, wie viel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen!

Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Denn um all das geht es den Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht.
Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben. Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage.


MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT:

Rückfallgefahr

Wer jemals ernsthaft krank war und z.B. eine Krebs-Operation hinter sich hat, kennt das Gefühl ebenso wie jemand, der einmal alkohol-
abhängig war oder von einer anderen Sucht geplagt wurde: im Hinterkopf bleibt die Sorge vor einem Rückfall, der wie aus heiterem Himmel kommen kann. Rückfall – das heißt: wieder zittern und bangen, wieder ein Auf und Ab der Gefühle, Angst vor der Kettenreaktion von Leid, die da ausgelöst wird.

Rückfälle oder Rückschläge gibt es auch im Glauben. Im heutigen Evangelium, einem Teil der berühmten „Bergpredigt“, wird das von Jesus in seiner typischen anschaulichen Art angesprochen.
Die Kapitel-Überschrift aus dem Evangelium nach Matthäus heißt: „Von der falschen und der rechten Sorge“.

Jesus ist ein guter Beobachter. Bei denen, die ihm nachfolgen, bemerkt er auch die Sorgenfalten auf der Stirn. Es ist, als hätten sie zwei Seelen: die eine, die Jesus freudig nachfolgt, und die andere, die skeptisch ist, die sich ständig Sorgen macht über das, was man zum täglichen Leben braucht. Hin- und hergerissen sind die Jünger zu allen Zeiten. Und so etwas verbraucht unnötig viel seelische Kraft und bremst den Glauben aus. Jesus warnt davor: „Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten.
Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.“

Das leuchtet ein: man kann beim Schachspiel auch nicht gleichzeitig mit den schwarzen und den weißen Figuren ziehen, man muss sich schon entscheiden, welche Farbe man spielt.

Jesus ergänzt seine Warnung noch: „Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, dass ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, dass ihr etwas anzuziehen habt.“

Wir merken natürlich schnell: dieses Thema Jesu ist hoch-
aktuell. Es betrifft uns heute mehr denn je. Schließlich leben wir doch in einer Gesellschaft, in der uns von der Politik ständig gepredigt wird, wie wichtig die persönliche Vorsorge ist, zum Beispiel zur eigenen Absicherung im Alter.
Wir müssen vorsorgen, mit Kranken-Versicherungen, mit Bau-
spar-Verträgen, Lebensversicherungen und vielem mehr. Heimlich mag der eine oder andere bei sich denken: Da ist Jesus doch ganz schön naiv!
Wir leben nun mal in einer Welt, in der wir nichts geschenkt bekommen. Es wäre geradezu unverantwortlich, auch den eigenen Kindern gegenüber, wenn man auf der faulen Haut liegen würde und andere später die Rechnung dafür präsentiert bekämen!
Nein, lieber Jesus, so geht das nicht!

Wer so denkt, hat jedoch nicht gründlich genug auf Jesu Worte aufgepasst. Nirgendwo sagt Jesus, dass wir unser Erdenleben als einen einzigen großen Urlaub betrachten sollen. Im Gegenteil: wir erinnern uns an Aussagen Jesu, in denen er z.B. dem untreuen Diener vorwirft, die Talente vergraben zu haben, statt sie arbeiten zu lassen. Wir erinnern uns an die Arbeiter im Weinberg, die in der glühenden Hitze arbeiten und an vieles mehr.

Nein, Jesus will nicht, dass wir die Hände in den Schoß legen und Däumchen drehen. Und die Jünger Jesu sind auch nicht nackt durch die Gegend gelaufen, sondern ordentlich gekleidet. Von Jesus selbst ist ja bestens bekannt, wie gerne er mit anderen Mahl gehalten hat, wie gerne er gefeiert hat, z.B. bei der Hochzeit zu Kana, wo er sogar auf Bitten Marias für reichlich Nachschub vom besten Wein sorgte.

Nein, Jesus geht es hier um etwas anderes. Hören wir ihm zu:
Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?“

Ja, darum geht es: wie viel wir dem himmlischen Vater wert sind, und welche Konsequenzen das hat. Weil wir Gott so viel wert sind, sorgt er für uns. Salopp gesagt: Er lässt uns nicht hängen. Auf ihn können und sollen wir uns verlassen. Und genau das ist der springende Punkt. Jesus ist nicht dagegen, für sein Alter vorzusorgen. Jesus ist nicht dagegen, sich finanziell abzusichern. Das müssen wir tun, das muss auch z.B. jede Ordensgemeinschaft tun, die für die Alterssicherung ihrer Mitglieder Sorge tragen muss, und bisher ist deshalb auch noch keine Nonne und kein Ordensbruder verhungert.

Nein, nicht das Kümmern um eine finanzielle Absicherung ist für Christen das Problem. Zum Problem kann werden, wie man das tut. Um was kreisen die Gedanken? Was steht im eigenen Leben an erster Stelle?

Jesus sagt klar, dass man ihm nur dann nachfolgen kann, wenn man Gott an die erste Stelle seines Lebens setzt, und vor allem das Vertrauen auf Gott, so wie ein Kind hoffentlich seinen Eltern vertrauen kann, dass es nicht Steine statt Brot bekommt.
Jesus wiederholt es eindringlich: „Macht euch also keine Sorgen
und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken?
Was sollen wir anziehen? Denn um all das geht es den Heiden.
Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht.“

Ja, das tagtägliche Sorgen und die ständige Angst ist etwas, um das es bei den Heiden geht.
Sie haben eine Heidenangst; kein Wunder, denn die Götter der Heiden sind unberechenbar und launisch, und man weiß nie, womit man sie dauerhaft gnädig stimmen kann. Wer als Christ in Angst und Sorge lebt und in Gedanken darum kreist, der verhält sich also genau so wie ein Heide. Ein solches Denken ist ein Rückfall ins Heidentum!

Daher auch die harte Aussage Jesu im heutigen Evangelium:
„ihr Kleingläubigen!“ – Gott als euer himmlischer Vater weiß doch, was ihr zum Leben braucht, sagt Jesus.
Im Grunde ist ein solches ständiges sich sorgen noch mehr: es ist letztlich sogar eine offensichtliche Misstrauenserklärung gegen Gott, auch wenn manchem das gar nicht so bewusst ist. Man traut Gott einfach nicht mehr zu, uns die „Speise zur rechten Zeit“ zu geben, wie es in einem Tischgebet heißt. Noch schärfer gesagt: man traut Gott eigentlich gar nichts mehr zu und man glaubt nicht wirklich, dass er sich kümmert. Das nimmt man dann doch lieber alles selber in die Hand und schafft dafür von morgens bis abends…

Unversehens hat man sich so langsam aber sicher vom Christen in einen Schnäppchenjäger verwandelt, dessen Bibel die Werbe-
prospekte der Discounter sind. Da ist der Schritt nicht mehr allzu weit zum raffgierigen Steuerhinterzieher und Versicherungs-
betrüger. Wir erinnern uns an spektakuläre Fälle von solcher Geldgier bei einigen Spitzenmanagern. Warum machen Menschen das, obwohl sie doch schon so viel besitzen? Wann ist es endlich genug?

Aber Vorsicht! Das Geld ist nicht nur bei vielen Managern zum Gegenspieler Gottes geworden, also selbst zum Gott gemacht worden. Auch der Normalbürger hat schnell das Gefühl, im Leben doch zu kurz gekommen zu sein. Doch dieser Gott des Geldes, Jesus nennt ihn „Mammon“, verlangt große Opfer an Zeit, Opfer an Gesundheit, Opfer an Freiheit und Lebensfreude.

Und was bringt einem dieser Gott des Geldes? Jesus fragt das seine Jünger: „Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern?“ - Da sieht man, wer hier der Realist ist! Jesus bringt es auf den Punkt: Was habt ihr von übertriebener Sorge? Was habt ihr davon, wenn ihr Gott das Sorgerecht über euch entzogen habt? Jesus gibt selbst die Antwort: Langfristig gesehen gar nichts!
Ihr könnt euer Leben damit um keine einzige Sekunde verlängern.
Er könnte vielleicht hinzufügen: Alles, was ihr gewonnen habt, sind ein paar Euro mehr. Was ihr aber verloren habt, ist entscheidend mehr, nämlich das Vertrauensverhältnis zum wahren Gott.
Irgendwann wird dann auch für euch die Stunde kommen, wo jeder Rechenschaft geben muss: War es das wirklich wert?

Für alle diese täglichen Sorgen gilt Jesu Rat: Nimm die tägliche Plage nicht so wichtig, sie kommt so oder so. Zerbrich dir nicht den Kopf für den lieben Gott! Quäle dich doch nicht unnötig selbst!
Bei einem Ballonfahrer würde er sagen: Wirf Ballast ab, damit du aufsteigen kannst!
Nur eines ist für Christen wirklich absolut vorrangig, nur eines soll bei uns an erster Stelle stehen, wie das Fundament beim Hausbau:

„Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben.“ - So mahnt Jesus damals und heute. - Damit meint er nicht bloß eine innere Einstellung, sondern auch ganz konkretes Tun. Eine andere Bibelübersetzung sagt dies deutlicher: „Zuerst trachtet nach dem Reich Gottes…“ - Das alte Wort „trachten“ bedeutet so viel wie: gezielt nach etwas suchen, nach etwas streben, etwas intensiv tun. Wir kennen es noch z.B. in der Redewendung: „Er hat mich regelrecht traktiert…“ – Es ist also etwas Energisches, ein Nicht-in-Ruhe-lassen, etwas Aufdringliches…

Das Suchen nach Gottes Reich z.B. durch intensives Gebet, durch aktive christliche Nächstenliebe, durch großzügiges Spenden an Notleidende, durch Mitmachen in einer konkreten Gemeinde usw. lässt den Blick von den eigenen Sorgen wegwandern und öffnet das Herz für Gott.

Wer den Willen Gottes, das Himmelreich, in seinem Leben ganz bewusst an die erste Stelle setzt, von dem sagt Jesus, dass ihm alles andere von Gott dazugegeben wird. Und den darf man erfahrungsgemäß immer beim Wort nehmen…
In diesem Falle sollte man doch wirklich zum Schnäppchenjäger werden, oder?








Volles Glas…

Eines Tages wurde ein alter Professor der französischen nationalen Schule für Verwaltung gebeten, für eine Gruppe von etwa 15 Chefs großer nordamerikanischer Unternehmen eine Vorlesung über sinnvolle Zeitplanung zu halten. Der Professor hatte daher nur eine Stunde Zeit, sein Wissen zu vermitteln.

Er begann: "Wir werden ein kleines Experiment durchführen."
Der Professor zog einen riesigen Glaskrug unter seinem Pult hervor und stellte ihn vorsichtig vor sich. Dann holte er etwa ein Dutzend Kieselsteine hervor, etwa so groß wie Tennisbälle, und legte sie sorgfältig, einen nach dem anderen, in den großen Krug. Als der Krug bis an den Rand voll war und kein weiterer Kieselstein mehr darin Platz hatte, blickte er langsam auf und fragte seine Schüler:
"Ist der Krug nun voll?"

Alle antworteten erwartungsgemäß: "Ja." - Er wartete ein paar Sekunden ab und fragte seine Schüler: "Wirklich?"
Dann verschwand er erneut unter dem Tisch und holte einen mit feinem Kies gefüllten Becher hervor. Sorgfältig verteilte er den Kies über die großen Kieselsteine und schüttelte die Kanne. Der Kies verteilte sich zwischen den großen Kieselsteinen bis auf den Boden des Krugs.

Der Professor blickte erneut auf und fragte sein Publikum: "Ist diese Kanne jetzt voll?"
Dieses Mal begannen seine schlauen Schüler, seine Darbietung zu verstehen. Einer von ihnen antwortete: "Wahrscheinlich nicht!"

"Gut!" antwortete der Professor. Er verschwand wieder unter seinem Pult und diesmal holte er eine Schüssel mit Sand hervor. Vorsichtig kippte er den Sand in den Krug. Der Sand füllte die Räume zwischen den großen Kieselsteinen und dem Kies auf. Die Glaskanne schien nun aber wirklich randvoll zu sein.
Wieder fragte er: "Ist dieses Gefäß voll?" Dieses Mal antworteten seine schlauen Schüler ohne zu zögern im Chor: "Ja, jetzt aber wirklich!"

"Aha", antwortete der Professor. Und als hätten seine Schüler alle nur darauf gewartet, nahm er die Wasserkanne, die unter seinem Pult stand, und schüttete das Wasser in den augenscheinlich doch absolut vollen Glaskrug. Von seinen Schülern hörte man nur ein erstauntes Raunen…

Dann blickte er auf und fragte sie: "Was können wir Wichtiges aus diesem Experiment lernen?"
Der Kühnste unter seinen Schülern - nicht dumm - dachte an das Thema der Vorlesung und antwortete: "Daraus lernen wir, dass selbst bei einem randvollen Zeitplan immer noch Platz ist, um etwas dazwischenzuschieben."

"Nein", schmunzelte der Professor, "darum geht es nicht. Was wir wirklich aus diesem Experiment lernen können, ist folgendes: wenn man die große Kieselsteine nicht als erstes in den Krug legt, werden sie später niemals alle hineinpassen."

Es folgte ein Moment des Schweigens. Jedem wurde bewusst, wie sehr der Professor recht hatte. Dann fragte er: "Was sind in eurem Leben die großen Kieselsteine? Eure Gesundheit? Eure Familie? Eure Freunde? Euer Glaube? - Was wirklich im Leben wichtig ist,
ist, dass man die großen Kieselsteine in seinem Leben an die erste Stelle setzt!
Wenn man jedoch zuallererst auf Kleinigkeiten achtet, verbringt man sein Leben mit Kleinigkeiten und hat nicht mehr genug Zeit und Kraft für die wichtigen Dinge in seinem Leben. Deshalb vergesst nicht, euch selbst die Frage zu stellen: 'Was sind die großen Kieselsteine in meinem Leben?' Dann legt diese zuerst in euren Krug des Lebens!"
Mit einem freundlichen Wink verabschiedete sich der alte Professor von seinem Publikum und verließ langsam den Saal...







http://de.wikipedia.org/wiki/Madonnen-Lilie
Die Lilie auf dem Felde: Madonnen-Lilie

http://www.bibelgarten.info/start.html
Bibelgärten in Deutschland

http://freenet-homepage.de/portalla/Bibelgarten_in_Norddeutschland.htm
Bibelgärten in Deutschland, Österreich, Schweiz…

http://www.uni-muenster.de/Bibelmuseum/
Bibelmuseum der Uni Münster

http://www.bibelhaus-frankfurt.de/
Museum Bibelhaus Frankfurt, sogar mit ausleihbarer Ausstellung

http://www.werkstatt-bibel.de/
Werkstatt Bibel Dortmund, auch ausleihbares Material

http://www.bibelgesellschaft.de/
Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart mit Bibelmuseum

http://www.bibel-erlebnis-haus.de/
Bibel-Erlebnis-Haus Nürnberg

http://www.ethische-geld-anlage.de/einfuehrung
Einführung in die ethische Geldanlage

http://www.zdk.de/erklaerungen/erklaerung.php?id=161&page=
Erklärung des ZDK zu ethischen Geldanlagen

http://www.steyler-bank.de/
Steyler Bank – Beispiel einer empfehlenswerten Bank, mit newsletter „Ethik-aktuell“

http://www.oikocredit.org/site/de/
Kredite für die Projekte von Armen





"Weißt Du, wo mein Bleistift steckt?" fragt ein Beamter seinen Kollegen.
"Hinter Deinem Ohr!"
"Mensch, mach die Suche nicht so kompliziert! Hinter welchem?"

Nach dem Stromausfall im Bundestag trifft Gesundheitsministerin Ulla Schmidt auf Bundeskanzlerin Merkel.
Angela Merkel: "Schrecklich - ich war gerade eine Stunde im Aufzug eingeschlossen!"
Daraufhin Ulla Schmidt: "Das ist doch gar nix! Ich stand zwei Stunden auf der Rolltreppe fest!"

Ein Linienbus ist gegen einen Baum gefahren.
Fürs Unfallprotokoll fragt der Polizist: "Wie ist denn das passiert?"
Der Busfahrer voll in Panik: "Ich kann mir das auch nicht erklären, ich war gerade hinten beim Kassieren!"






Schauen Sie doch auch mal in meine neue Internetseite mit Tipps für gute Kinderbücher:

http://kinderlesen.blogspot.com/2008/05/mai-buchtipp-2-chaos-im-kinderzimmer.html

Jetzt gerade aktuell besprochen:




























16.05.2008

Buchtipp: WAS IST KATHOLISCH ?



Liebeserklärung an Mutter Kirche

„Alles Wissenswerte auf einen Blick“ heißt der Untertitel eines
neuen Buches aus dem Kösel-Verlag, das eine „faszinierende Welt entdecken“ helfen soll.
Herausgekommen ist eine Liebeserklärung an Mutter Kirche, in Form eines kompakten Grundrisses, der zugleich auch ein prachtvoller Bildband geworden ist.

Das 256 Seiten umfassende farbenfrohe und sehr übersichtliche Buch ist eine Art „Spaziergang durch den katholischen Garten“, wie der Autor Valentino Hribernig-Körber in einem Interview bemerkte. Vom Kirchenjahr bis zu den Dogmen der katholischen Kirche ist hier so ziemlich alles kurz umrissen, was für einen ersten Überblick über das Katholische an sich hilfreich ist, gewissermaßen das
„kleine 1 x 1“ des katholischen Glaubens. Dies ist in heutiger Zeit besonders hilfreich, da alle Welt zwar den Dalai Lama kennt, aber mancher über den katholischen Glauben nur klischeehaft und mit Restbeständen von Halbwissen aus dem eigenen Religionsunterricht denkt.

Ein Buch also vor allem für Anfänger im Glauben?
Ja und nein. Für den-
jenigen, der sich in gut verdaulichen Portionen über den katho-
lischen Glauben informieren will, ist das Buch so lesefreundlich aufgebaut, dass man gar nicht mehr mit Schmökern aufhören will. Hier kommt dem Autor seine reiche Erfahrung in der Erwachsenenbildung zugute: die Formulierungen sitzen!

Doch das Buch ist mehr als ein sachkundiges Lexikon der katholischen Kirche: es ist wohlwollend geschrieben, fast schon eine Liebeserklärung an Mutter Kirche. Die reiche Bebilderung durch ca. 250 ausdrucksstarke Farbfotos des Fotografen Hans-Jörg Karrenbrock macht das Buch eben nicht nur für „Einsteiger“ interessant, sondern auch für jeden, der seine Kirche liebt.
Es ist fast ein Bildband geworden, an dem sich Auge und Herz nur erfreuen können. Da ist nichts bloß mit viel Technik abfotografiert, sondern man spürt bei jedem Foto, das aus über 5.200 ausgewählt worden ist, wie einfühlsam der Fotograf gearbeitet hat. Dem Autor ist mit seinem Urteil zuzustimmen: „Während ich versucht habe, mit meinem Text ganz bewusst schlicht, klar verständlich zu bleiben, mit den Füßen am Boden sozusagen, hat er mit seinem mystisch-spirituellen Zugang dem ganzen
Buch gleichsam Flügel verliehen“.

Auch von daher liegt der Gedanke nahe, sich diesen Buchgenuss einfach auch mal selbst zu gönnen. Natürlich ist es auch eine ausgezeichnete Geschenk-Idee, zumal der Preis von 19,95 Euro für ein solch prachtvolles Buch sehr akzeptabel ist.

Natürlich darf man von keinem Buch so etwas wie die „eierlegende Wollmilchsau“ erwarten. Die so genannten „heißen Eisen“ wie etwa Priestertum der Frau oder eine Zölibats-Diskussion wird man vergeblich suchen, was man aber nicht als einen Mangel empfinden muss…

Wie Prof. Zulehner in seinem Vorwort treffend bemerkt, ist das Buch eine Freude, eine Ermutigung.
Autor Hribernig-Körber weiß aus Erfahrung, dass Fernstehende „diesen innerkirchlichen Querelen insgesamt eher ratlos gegenüberstehen. Die bieten keine Antworten auf die Fragen, die sie bewegen.“
Fazit: Dieses Buch ist ein Glücksfall. Man kann allen an der Herstellung Beteiligten nur gratulieren!

Valentino Hribernig-Körber:
WAS IST KATHOLISCH ?
Kösel-Verlag,
19,95 €
ISBN 978-3-466-36790-0

Der direkte Link zum Verlag:

http://www.wasistkatholisch.info/Was_ist_katholisch/Inhalt.html

Und hier weitere Informationen zum Inhalt und zum Fotografen:

http://www.wasistkatholisch.info/Inhalt.html

http://www.wasistkatholisch.info/Bilder.html

http://www.karrenbrock.de/com/

(Alle Fotos: Hans-Jörg Karrenbrock)